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Lautsprecherreparatur – Sickentausch statt Norwegenurlaub

Eigentlich hatte ich mir schon länger vorgenommen mal wieder einen Reisebeitrag zu schreiben. Wir sind seit 20 Jahren begeisterte Norwegenfans und alle zwei Jahre mindestens für 3-4 Wochen in diesem schönen Land unterwegs. So wollten wir auch in diesem Jahr wieder in den hohen Norden aufbrechen…

Aber in diesem Jahr ist alles anders…

Die Corona Krise verändert alles – die Menschen, ihre Gewohnheiten, die Wirtschafts- und Arbeitswelt. Statt Reisefieber geht jetzt die Angst vor Corona um. Frühlingsgefühle werden in Kontaktbeschränkungen ertränkt, viele spannende Projekte im In- und Ausland liegen auf Eis – stattdessen wurden Heimarbeitsplätze eingerichtet.

Ich habe schnell eine Holzplatte mit vier Füssen versehen, Rechner und Monitor drauf gestellt, ein LAN-Kabel gezogen und fertig war mein neuer Arbeitsplatz. Im ehemaligen Kinderzimmer, welches die letzten zwei Jahre eher verwaist war, herrscht nun seit zwei Wochen Hochbetrieb.

Nachdem die kleinen und größeren IT-Anpassungsprobleme ausgeräumt waren, konnte recht schnell der normale Arbeitsbetrieb beginnen. Dazu gehört für mich auch gute Musik am Arbeitsplatz. Der Druck auf den Einschaltknopf des betagten Receivers hatte jedoch ein fürchterliches Ergebnis: Statt musikalischer Klänge kamen nur Kratz- und Schrabbelgeräusche aus den guten alten Onkyoboxen.(s.Boxentest – Low Cost von 2012)

Was war geschehen? Nachdem ich die Lautsprecherabdeckung abnahm sah ich das Dilemma. An allen vier Tieftonlautsprechern waren die Sicken gerissen. Nach 27 Jahren ist es wohl völlig normal, dass die Weichmacher verloren gehen und Sicken sich auflösen. Nur so richtig hat man das nie auf dem Zettel… 😉

Also kurzer Hand im Internet nach Ersatzlautsprechern für die gute alte Onkyo SC-585 gegoogelt und stattdessen Ersatzsicken gefunden.

Da die Abende im Augenblick viel Zeit für div. innerhäusliche Beschäftigungen hergeben, habe ich mir vier Sicken und den passenden Kleber bestellt.

Dass die Reparatur am Ende so schnell und einfach von der Hand geht hätte ich selbst nicht gedacht.

Während die erste Sicke noch eine halbe Stunde Reparaturzeit in Anspruch nahm, waren es bei der letzten nur noch 10 min.

Der Erfolg spricht für sich. Alle Lautsprechersicken sind dicht verklebt und die Boxen bringen wieder den gewohnten Sound. Im direkten Vergleich mit den Originallautsprechern würde man sicherlich Unterschiede bemerken, denn ich glaube, dass die ungeübte Hand die Sicken nicht identisch verkleben kann. So denke ich auch, dass bei mir die erste Sicke etwas weniger Flexibilität aufweist als die anderen. Als Mitteltöner eingesetzt sollte das aber nicht weiter zu hören sein.

Nun kann die kommende Arbeitswoche kommen. Bei guter Musik und der beruhigenden Stimme von Prof. Drosten im Coronavirusupdate geht die Arbeit auch im Homeoffice deutlich besser von der Hand.

m.

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