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SEISAC founded in 1994

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Nun ja, so ganz stimmt das nicht, denn der Eigenname SEISAC wurde erst etwas später „erfunden“…;-)

Aber schauen wir kurz zurück…
Im Spätsommer 1993 wechselte ich vom Zivildienst in die Arbeitslosigkeit, kaufte mir einen gebrauchten 386er „DX“ IBM Computer mit Drucker und schrieb – neben umfangreicher Renovierungsarbeiten in meiner neuen Wohnung – fleißig Bewerbungen…

Es war die Zeit wo sich PC’s so langsam aber sicher in den Privathaushalten etablierten, das erste Mal der Begriff SPAM-Mail verwendet wurde, Browser entwickelt wurden, die die Nutzung des Internets, wie wir es heute kennen, erst möglich machten und die „Bielefeldverschwörung“ im Usenet, dem späteren Internet, das erste Mal auftauchte…

Neben Jobangeboten in der klassischen Elektronikfertigung, fand ich in den Tageszeitungen ein interessant klingendes Angebot in der Geophysik. Im Bewerbungsgespräch traf ich auf – gefühlte zwei Hände voll – nette Leute, die mir diverse Fragen stellten und mir einen sehr knappen Abriss über die künftigen Arbeiten gaben. Viel mehr als in der Stellenausschreibung war es jedoch nicht und eine Besichtigung des künftigen Arbeitsplatzes war leider auch nicht möglich. Ich bekundete trotzdem mein Interesse am Job, bewarb mich anderswo weiter und ging vier Wochen später am 27.12.1993 in den Silvesterurlaub, ohne bislang eine Antwort erhalten zu haben.
Der Brief der mir mitteilen sollte, dass ich die Stelle in der Geophysik bekommen würde, wurde am 23.12.1993 ausgestellt und per Post zugeschickt. Während der Zustellung befand ich mich jedoch schon bei -20°C im tief verschneiten Norwegen.

In den frühen Morgenstunden des 03.01.1994, zwei Tage nach der Gründung der Deutschen Bahn AG, kehrte ich nach einer abenteuerlichen Fährüberfahrt und anschließend 750km Autofahrt zurück und fand den Brief im Kasten. 🙂
Nach drei Stunden Schlaf, völlig übermüdet und mit leicht mulmigem Gefühl, unterschrieb ich meinen ersten zeitlich befristeten Arbeitsvertrag in der Geophysik. Mein zukünftiger Kollege, Herr Seibold, holte mich kurz darauf ab, zeigte mir das Haus und zeigte mir meinen Schreibtisch. 😉

Im selben Jahr stellt Nokia mit dem PT11 das erste SMS-fähige Mobiltelefon vor, die Hauptbohrung des Kontinentalen Tiefbohrprogramms der Bundesrepublik Deutschland wird bei einer Tiefe von 9101 Metern beendet und Sony bringt in Japan die erste PlayStation auf den Markt.

Eine schöne Schlagzeile in der Berliner Zeitung vom 04.01.1994 lautete übrigens „Wer karrt denn Kochsalz durch halb Europa“. Dahinter verbirgt sich eine wohl längst vergessene Geschichte der Dioxin-Fässer von Seveso. Wurden die überhaupt gefunden? 😉

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Wir – SEISAC – freuen uns jedenfalls, heute im Jahre 2014 auf 20 interessante Jahre zurückblicken zu können. Ein kleiner Abriss folgt vielleicht in einem späteren Beitrag.

m.

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