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Island nur mit Allrad?

Viele fragen sich vielleicht, ob ein Allradfahrzeug nötig ist um Island „richtig“ erleben zu können. Das zumindest fragten wir uns auch bevor wir die Reise antraten.

 

Da die meisten Sehenswürdigkeiten Islands über die Ringstrasse gut erreichbar sind, kann man die Insel auch im einfachsten PKW umrunden. Wer sich auf einige Hochlandstrecken ohne Furten, wie z.B. die F35 oder die F208, beschränkt, kann das bei vorsichtiger Fahrweise generell auch ohne Allrad tun. An einigen Stellen stehen Hinweisschilder der Autovermieter, die damit Ihren 2WD-Kunden die Befahrung der Hochlandpisten nochmals untersagen.

  

Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist kann davon ableiten, dass die Tour kniffelig aber nicht unmöglich sein wird. Jeder wird für sich und seinen Geldbeutel eine gewisse Grenze haben, ab der man nicht mehr weiterfährt und letztlich umdrehen wird. Und wer bis zum Umkehrpunkt gekommen ist, schafft es auch zurück. 😉 Hier ein kurzes Video, das auch oft den Zustand der Strassen zeigt.

Man sollte im Hinterkopf haben, dass es kostspielig und oft auch peinlich ist, wenn man sich aus einer „festgefahrenen Situation“ durch Dritte befreien lassen muss. In einer Furte abzutreiben ist hingegen lebensgefährlich. Selbstredend ist, dass jedes Verlassen der gekennzeichneten Wege, streng verboten ist. Wer meint große Pfützen mal eben großzügig zu umfahren, kann schnell zur Verantwortung gezogen werden. Die Zeiten des geduldeten „Offroad-Fahrens“ sind auf Island vorbei.

 

Für alle die hauptsächlich im Hochland wandern wollen und/oder die totale Einsamkeit genießen möchten, empfehle ich natürlich ein geländegängiges Allradfahrzeug. Mit einer G-Klasse oder einem Defender (wie wir sie kennen) ist man gut beraten. Diese sehen im Vergleich zu vielen einheimischen Geländefahrzeugen zwar wie Spielzeug aus, aber man kommt trotzdem damit gut voran. 😉

Unser Bus ist nur ein Fronttriebler und hat sich – auch auf diversen Hochlandpisten – wacker geschlagen. Durch das schlechte Wetter hatten wir im Hochland wie auch auf den übrigen Gravelroads sehr viele tiefe Pfützen zu durchfahren. Das hatte letztlich zur Folge, dass kurz nach den Ankunft in Berlin ein Antriebsgelenk gewechselt werden musste. Aus der Manschette ergoss sich bei der Demontage ein ordentlicher Schwapps Wasser…
Auch nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass wir mehrmals kräftig aufgesetzt haben und dabei den Kat etwas verbogen haben. Ebenso mussten wir zweimal ein gelockertes Rad festschrauben. Das kennen wir aber schon von unseren Touren durch Norwegen. Bolzen von Alufelgen scheinen sich häufiger zu lockern, als bei Stahlrädern. Last but not least, haben wir uns auf einem ebenen Campingplatz nahe der Küste im lockeren Sand festgefahren und mussten mittels Traktor „befreit“ werden. Diese 5 min Aktion hat uns mal schnell 10.000 Kronen/ ca. 85 EUR gekostet. 😉

  
M.S.

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